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04.03.2011
Führende Vertreter des Ehrenamtes aus den Kreisen haben heute in Bad Segeberg für Schleswig-Holstein eine verantwortungsvolle und vorausschauende Strukturpolitik gefordert.
Wachstum in Schleswig-Holstein ist nicht ohne zukunftsgerichtete Infrastrukture
   
Schleswig-Holsteinischer Landkreistag
PresseMitteilung
 
Abgesandt am 04.03.2011 um Uhr Sperrfrist: -

Führende Vertreter des Ehrenamtes aus den Kreisen haben heute in Bad Segeberg für Schleswig-Holstein eine verantwortungsvolle und vorausschauende Strukturpolitik gefordert.

Wachstum in Schleswig-Holstein ist nicht ohne zukunftsgerichtete Infrastrukturentwicklung möglich.
 
 

Nach Auffassung der Kreispräsidenten und Hauptausschuss-Vorsitzenden der Kreise steht Schleswig-Holstein – wegen des Booms bei erneuerbaren Energien – vor den größten energiepolitischen Herausforderungen seit Jahrzehnten. Derzeit entscheidet sich, ob das Land die damit verbundenen Wachstumschancen nutzt, oder ob dieser boomende Wirtschaftszweig durch eine verfehlte Infrastrukturpolitik ausgebremst wird. In dieser Situation kommen nach der Auffassung der Kommunalpolitiker beim Thema Flächennutzung auch auf die Kreise erhebliche Aufgaben zu, denn die Kreise sind ein wichtiges verbindendes Element der Strukturpolitik zwischen Landesebene einerseits und kommunalen Themen andererseits.
 
Die ehrenamtlichen Vertreter verweisen u. a. darauf, dass derzeit immer mehr Schleswig-Holsteiner mit Sonne, Wind und Biomasse Energie produzieren und ins Netz einspeisen wollen. So sind rund 2.900 MW Leistung im Lande installiert. Die Netzbetreiber zahlen schon heute an die Anlagenbetreiber 700 Millionen Euro jährlich aus. Doch der Boom geht weiter, den verschiedenen Berechnungen zufolge wird die Einspeiseleistung aller EEG-Anlagen unter anderem durch Repowering bis 2015 auf mindestens 9.000 MW anwachsen, so Winfried Zylka, stellvertretend für die Kreispräsidenten und Hauptausschuss-Vorsitzenden im Lande.
 

Nach Auffassung der ehrenamtlichen Vertreter aus den Kreisen sind diese auch gefordert, ihren politischen und strategischen Gestaltungsspielraum beim Thema Energie und Ausbau der Stromnetze voll auszuschöpfen. Dies bedeutet u. a., dass auf allen Ebenen Netzausbau und -optimierung sowie der Einsatz modernster Technologien und ein effektives Netzmanagement dringend erforderlich sind. Ein Flächenverbund der effizienten und leistungsfähigen Netzstrukturen muss aus volkswirtschaftlicher Sicht in Schleswig-Holstein sichergestellt werden.

Obwohl die Netzbetreiber bereits angekündigt haben, mehrere hundert Millionen Euro in Ausbau und Erhalt der Strom- und Gasnetze in Schleswig-Holstein investieren zu wollen, darf die Politik beim Thema Netzausbau keine Erwartungen wecken, die faktisch nicht erfüllt werden können. Hier sind die Kreise als unmittelbar betroffene Verwaltungseinheiten nach Auffassung der Kommunalvertreter gefordert, mit auf eine zeitliche Synchronisation von Netzausbau und Anlagenausbau hinzuwirken. Bislang wurden EEG-Anlagen errichtet, ohne vorher zu prüfen, ob die notwendigen Netzkapazitäten vorhanden sind. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der Aus- und Umbau der Energienetze eine dringende Leistung ist, die alle Beteiligten nur als Gemeinschaftsaufgabe schultern können – die schleswig-holsteinischen Kreise sind sich dieser Verantwortung bewusst und bereit, ihren Teil zu übernehmen, so die Kreispräsidenten und Hauptausschuss-Vorsitzenden der Kreise abschließend.

 


Bad Segeberg, den 04.03.2011
 
 
 
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Verantwortlich:    Jan-Christian Erps
     Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
     des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages

Dokumente:
Führende Vertreter des Ehrenamtes aus den Kreisen haben heute in Bad Segeberg für Schleswig-Holstein eine verantwortungsvolle und vorausschauende Strukturpolitik gefordert. - Wachstum in Schleswig-Holstein ist nicht ohne zukunftsgerichtete Infrastrukturentwicklung möglich. [PDF: 21 kB] [Microsoft-DOC: 33 kB]